Das Miteinander verbessern

10.09.2014

Susanne Werner arbeitet seit 2008 als Ergotherapeutin bei ZIK. Gedächtnistraining und Beschäftigungstherapie sind die Schwerpunkte ihrer Arbeit. Sie gehört zum Team R96 in Kreuzberg.

Susanne Wernerzoom

Im Werkatelier bieten wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern jede Woche zu festgelegten Zeiten zahlreiche Möglichkeiten, sich in einer betreuten und sicheren Umgebung kreativ zu betätigen. 

Es entstehen hier eigene Werke, die dann von unseren Klientinnen und Klienten selbst genutzt oder natürlich auch verschenkt werden können. 

Für viele ist das Werkatelier aber nicht nur ein Ort für kreatives Tätigsein, sondern auch ein Raum sozialen Lernens. 

 
 

Ein Beispiel

Unsere Bewohnerin Sandra, Anfang 40, hat bereits gute Fortschritte in ihren sozialen Kompetenzen erreichen können. Sie brauchte immer schon viel Aufmerksamkeit; ihr Verhalten ist mitunter etwas kindlich. Sie ist im Bewohnercafé meist laut und bestimmend in der Kommunikation mit den anderen und macht sich so nicht immer Freunde. 

Im Werkatelier musste sie lernen, sich auf etwas zu konzentrieren, und sie tut das inzwischen auch gern. Zunächst wählte sie den einfachsten Einstieg: das Puzzle. Das gefiel ihr so gut, dass sie auch zuhause weiter gepuzzelt hat. Danach hat sie genäht und Fensterbilder hergestellt; solche Aktivitäten haben für sie allerdings den Nachteil, dass sie schnell abgeschlossen sind.  

Nun aber befasst sie sich mit Modellbau. Das hat - ähnlich wie das Puzzle - den Vorteil, dass sie sich in Ausdauer beweisen kann, außerdem kann sie hier ihre Kreativität entfalten.  

Ihr tut das Arbeiten im Werkatelier vor allem deshalb gut, weil sie dabei in anderer Weise mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern umzugehen lernt. Das trägt zur Verbesserung des Miteinanders bei – und dies ist wohl das Hauptziel, das wir mit ihr hier gemeinsam erreichen können. Ob sich daraus auf Dauer weitere Fortschritte für sie abzeichnen werden, bleibt abzuwarten.  

Susanne Werner

Weitere Berichte

  • 19.09.2017  Einschätzungen zum Drogenkonsum

    Einschätzungen zum Drogenkonsum
    Christoph Kraschl leitet unsere Einrichtung in der Wartenberger Straße 24 in Hohenschönhausen. Das queere Onlinemagazin „Siegessäule“ interviewte ihn zur Suchtproblematik unserer Klient*innen.
  • 18.10.2016  Eine überraschende Erfolgsgeschichte

    Eine überraschende Erfolgsgeschichte
    Stefan Prager ist Psychologe. Er arbeitet gemeinsam mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern im Betreuten Gemeinschaftswohnen von R129. In der psychosozialen Betreuung steht er auch Pflegebedürftigen bei.
  • 27.07.2016  „Szene machen“

    „Szene machen“
    Martin Hilckmann, fachlicher Leiter, stellte in der Juli-Ausgabe der „Siegessäule“ aktuelle Akzente der Arbeit von ZIK vor.
  • 01.12.2015  Risikofaktor Crystal Meth

    Risikofaktor Crystal Meth
    Karin Waltz, Leiterin unserer Tagesstätte Lützowtopia, verfasste aufgrund des Risikos für HIV-Infizierte einen Beitrag über die Wirkungen der Droge und ihre Folgeprobleme.
  • 27.05.2015  Warum „Minimalbetreuung“?

    Warum „Minimalbetreuung“?
    Renate König arbeitet als Sozialpädagogin, überwiegend in der sogenannten Minimalbetreuung sowie im Sozialmakler-Team von ZIK. Sie ist für dreizehn Klientinnen und Klienten der Minimalbetreuung zuständig.

Kontakt zu ZIK

 
 
 
 

Stellenangebote

Unsere Videos

Abonnieren

Unsere Facebook-Seite mit News und Stellenangeboten

 
 

RSS-Feed der News

 
 

    © 2013 - 2017
    ZIK – zuhause im Kiez gGmbH
    Perleberger Straße 27
    10559 Berlin-Mitte

 
 
Initiative Transparente Zivilgesellschaft