„Mehr Wohnungen in 2014!“

20.01.2014

Auch wenn im vergangenen Jahr das Platzangebot erweitert werden konnte: Es müssen dringend mehr Wohnungen für die Klienten verfügbar werden, um den Betreuungsaufgaben gerecht werden zu können. Ein Statement zum Jahresbeginn von ZIK-Geschäftsführer Christian Thomes.

Im letzten Jahr haben wir viele gute Erfahrungen gemacht. Eine davon ist das außerordentliche Engagement des Vermieters unseres neuen Standortes Niemetzstraße: Er hat den vorhandenen Altbau so hervorragend renoviert und so viel in die Ausstattung investiert, dass seine Rendite gering ist, aber unsere Bewohner es richtig gut haben können dort. Danke dafür!

Wohnprojekt Niemetzstraßezoom
 

Zu Beginn 2014 haben wir eigentlich nur drei Wünsche: Wohnungen, noch mehr Wohnungen, und wenn das nicht, dann wenigstens Häuser.

Häuser halten wir allerdings nur bedingt für eine gute Lösung, da hier dann viele Klienten zusammen wohnen und manches vom „normalen“ Berliner Wohngefühl verloren geht.

Wir bevorzugen eine gemischte Belegung der Häuser, in denen unsere Bewohnerinnen und Bewohner leben - diese Wohnform kommt unserem Auftrag der Eingliederungshilfe besonders zugute.

Leider sind bei dem jetzigen Wohnungsmarkt oft nur noch Hausprojekte eine Hoffnung - und auch diese ist nicht groß.

Auch müssten die Kosten für die Wohnraumversorgung in den Vergütungssätzen für die jeweiligen Träger anerkannt werden.

Inklusion

Ein Ziel unserer Arbeit ist die sogenannte Inklusion. Dabei geht es um mehr als Integration: Unsere Klienten sollen wirklich barrierefrei am Leben anderer teilnehmen können, es sollte also weder bauliche noch menschliche Hürden geben und eine wirkliche Teilhabe stattfinden.

Wir benötigen dazu abgesicherte Mietverhältnisse. Am besten sind Direktmietverträge mit den Klienten, weil dies unsere Eingliederungshilfe am meisten unterstützt.

Wohnungspolitik

Berlin braucht einen grundlegenden Wandel in der Wohnungspolitik! Unsere Klienten müssen auf dem Wohnungsmarkt auch in ihrem Herkunftsbezirk eine realistische Chance auf Anmietung einer Wohnung haben - mit dem Recht auf einen eigenen Hauptmietvertrag.

Miethöhe und Schufa-Eintrag dürfen das Recht auf Wohnraum nicht behindern. Um es in aller Klarheit festzuhalten: Wohnraum ist ein Grundrecht und keine Kapitalanlage.

Vertrauen

Die Verträge mit dem Land Berlin über die Grundlage und Finanzierung unserer Arbeit laufen stabil und nachhaltig - da haben wir keine akuten Sorgen.

Allerdings wünschen wir uns von der Politik und der Verwaltung wieder ein Verhandeln auf Augenhöhe. Wir stehen für Transparenz, sind offen für die Besprechung von Problemen und auch offen für notwendige Veränderungen.

Für erfolgreiche Arbeit benötigen wir auch Vertrauen von Kostenträgern. Zur Zeit sind manche Verhandlungen von Misstrauen und Kontrolle statt von unserem gemeinsamen Ziel geprägt. Dies möge in 2014 wieder besser werden!

Pläne

Wir wünschen uns einen zeitigen Baubeginn für unser Haus in der Reichenbergerstraße 131, um pflegebedürftigen Menschen bald eine nachhaltige und sichere Unterbringung zu ermöglichen.

Modell des Neubauszoom
 

Es werden 34 Pflegeappartements entstehen, insbesondere für älter werdende Klienten, die sich in einem gängigen Altersheim nicht wohl fühlen könnten und meist noch nicht alt genug wären.

Sie werden dort eigenständig leben und auch Gemeinschaft erleben können. Die Regelmäßigkeit der ambulanten Pflege durch das FELIX Pflegeteam wird sie stabilisieren und ihnen gut tun.

Menschenwürdig leben können

Wie wir es für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sicherstellen, dass sie ein Zuhause im Kiez haben, in dem sie menschenwürdig leben können, wünschen wir, dass es auch allen Nachbarn so ergeht.

Umso bedrückender erleben wir die Zustände in der ehemaligen Schule in der Reichenberger Straße. Die Zustände dort sind menschenunwürdig. Vom Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain wünschen wir uns daher nach der Duldung der Flüchtlinge, die darin untergebracht sind, nun auch die aktive Übernahme der Verantwortung für sie.

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Mit vielen guten Wünschen!

Christian Thomes
Geschäftsführer

Christian Thomes
 
 
 

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